Familienbündnis

Altenberge e.V.

 

Herzlich willkommen zu der Aktion„Gegen das Vergessen! – Lesen aus verbrannten Büchern“

 

Gegen das Vergessen

 

Das Aktionsbündnis Demokratie Altenberge erinnert mit dieser Lesung an

die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 in deutschen Städten,

um jetzt und in Zukunft Angriffe auf unsere Demokratie zu verhindern.

 

„Das Vergessen der Verfolgung ist Teil der Verfolgung selber“

 

Begrüßung und Einführung durch Rainer Mockewitz, Mitglied des Aktionsbündnisses 

- wurde am 10. Mai live gesprochen - Videoaufzeichnung

 

Lutz Wetzlar liest aus Irmgard Keun "Das kunstseidene Mädchen", ersch. 1931

- Audiospur

 

Edith Lindemann liest aus Kurt Tucholsky "Schloss Gripsholm", ersch. 1931

 - Audiospur

 

Maria Stermann liest aus Erich Maria Remarque "Im Westen nichts Neues", ersch. 1929

- wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

 

Markus Geuker liest aus Lion Feuchtwanger "Jud Süß", ersch. 1925

- Audiospur

 

Wallie Hellbrügge-Schneider liest aus: Rosa Luxemburg "Briefe aus dem Gefängnis"

- wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

 

Karl Reinke liest Erich Kästner "Verdun, viele Jahre später" aus dem Gedichtband "Gesang zwischen den Stühlen", ersch. 1932 

 - Audiospur

 

Kathrin Große-Liesner liest aus Bertha von Suttner "Die Waffen nieder!", ersch. 1889

- Audiospur

 

Heinrich Bahlburg liest Kurt Tucholsky: „Frauen sind eitel, Männer nie“, ersch. in der Vossischen Zeitung 1928

- wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

 

Miriam Laubrock liest aus Erich Kästner "Pünktchen und Anton", ersch. 1932

- Audiospur

 

Petra Eilers  liest aus Irmgard Keun "Gilgi - eine von uns", ersch. 1930

- Audiospur

 

Ralf te Heesen liest aus: Joachim Ringelnatz "Die Schnupftabaksdose. Stumpfsinn in Versen und Bildern, ersch. 1912

- wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

 

Cordelia Balzer-Ickert liest aus Hemingway "In einem anderen Land", ersch. 1929

- wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

 

Barbara Nowak  liest Bertolt Brecht "Ballade vom Baum und den Ästen", Liedtext (Musik: Hanns Eisler), veröffentl. 1933

- Audiospur

 

Gerhard Neumann liest Erich Kästners Gedicht "Die andere Möglichkeit" aus dem Gedichtband "Ein Mann gibt Auskunft", ersch. 1930

 - wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

 

 

Ulrich Schmid liest aus Oskar Maria Graf „Unruhe um einen Friedfertigen“, ersch. 1947

- wurde am 10. Mai live gelesen - Videoaufzeichnung

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Der 10. Mai 1933

Am 10. Mai 1933 wurden in mehr als 20 Städten im Deutschen Reich Bücher von 131 Autor:Innen verbrannt, die auf der Schwarzen Liste des „undeutschen Geistes“ standen. In späteren Aktionen wurden viele Bücher von weiteren Autor:Innen aus Bibliotheken, Privatbesitz und Buchläden beseitig. Allein das Verzeichnis jüdischer Autor:Innen, Wissenschaftler:Innen und Künstler:Innen umfasste rund 90 000 Namen.

 

Die Bücherverbrennung war der Auftakt von Zensur, Verfolgung und Terrormaßnahmen, die in Krieg und Völkermord endeten.

 

Am 10. Mai 1933 wurden vor allem in Universitätsstädten, mit der Zentralveranstaltung in Berlin unter Anwesenheit von Reichspropagandaminister Goebbels, riesige Scheiterhaufen mit eingesammelten Büchern entzündet, von den Nazis „Läuterungsfeuer“ genannt, ein gespenstischen Ritual mit der Formel „Ich übergebe dem Feuer..“  und dem Namen der jeweiligen Autoren und Autorinnen.

 

In dieser Inszenierung ging es um die Durchsetzung der Macht der Nazi Diktatur mit ihrem völkischen und antisemitischem Denken und Fühlen und die schrittweise Gewöhnung an Rechtlosigkeit und Willkür. Es gab keinen erkennbaren Protest in der Bevölkerung und an den Hochschulen, der deutsche Buchhandel begrüßte sogar diese Aktion.

Heute gibt viele Alarmzeichen für eine Gefährdung unserer demokratischen Grundordnung. Morde, Hass, Angriffe auf Geflüchtete und Bedrohungen von  Kommunalpolitiker:Innen primär aus der wieder erstarkenden rechten Szene erschrecken uns.

 

Folgende Worte von Erich Kästner haben daher auch heute eine Bedeutung für uns:

 

„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Danach war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis der  Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball aufhalten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben“ (1958 in Hamburg anlässlich des 25. Jahrestages der Bücherverbrennung).

 

 

Die Aktion wurde durchgeführt  vom Aktionsbündnis Demokratie Altenberge in Kooperation mit dem Familienbündnis Altenberge und der Gemeinde Altenberge. 

 

 

 

 

 

 

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